Boxerlegende

Nachdem der Herrgott sämtliche Tiere erschaffen hatte, machte er sich daran, von jeder zukünftigen Hunderasse ein Exemplar herzustellen. Da gab es grosse und kleine, langhaarige, struppige und kurzhaarige, schwarze, weisse, gescheckte und gestromte, kurz alles, was sich ein Menschenherz wünschen kann. Alle Hunde waren bereits fertig und mit Wohlwollen betrachtete sie der liebe Gott und sprach:

 " Hier gibt es eine solche Auswahl, wie es meine sämtlichen anderen Tiere kaum zusammen aufbringen. Um aber allen die Krone aufzusetzen, will ich jetzt einen Hund schaffen, in welchem sich Kraft und Adel, Schnelligkeit und Mut paart, mit Gutmütigkeit zusammen vereinigen lassen." Er nahm hierauf Lehm und formte daraus den Boxer. Dieser sah genauso aus wie unser heutiger Boxer, nur unterschied sich sein Kopf nicht wesentlich von anderen Hunden und der Herrgott freute sich und sprach: " Dieser hier ist mir wirklich über Erwarten gut gelungen und ich will ihn vorerst auf die Seite stellen, da er noch weich ist und leicht zu Schaden kommen kann".

Der Boxer hatte es wohl gehört und trug den Kopf gewaltig hoch, da er doch nun einmal der Schönste von allen sein sollte. Er konnte es auch nicht unterlassen, sich bei den anderen Hunden gross zu tun und von ihnen Anerkennung und Ehrenbezeugungen zu verlangen. Die kleinen Hunderassen waren auch damit einverstanden und brachten dem Boxer eine gebührende Bewunderung entgegen; anders die Grossen. Diese kränkte es gewaltig, dass der nur mittelgrosse Boxer sie übertreffen sollte. Erst wurde zorniges Murren und Knurren laut, dann flogen Schimpfworte hin und her und - hast du das gesehen - sprang der Boxer voller Wut auf seine Gegner los. Aber siehe da, er hatte vergessen, dass die Schnauze noch weich war, weil diese zuletzt vollendet wurde. Seine Schnauze wurde fest zusammengepresst und als der Herrgott ihn von seinen Gegnern losriss, war das Unglück schon geschehen. Der Herrgott aber lächelte nur und sprach: " Wie du Jetzt bist, sollst du bleiben bis zum jüngsten Tag."

Und so geschah es..!

Hier lebt ein Boxer!



Tritt näher, wenn Du Boxer magst.

Wenn Du nicht mit schmutzigen Pfoten und wackelndem Hintern begrüßt werden willst,
bleib draußen, denn - hier lebt ein Boxer!

Wenn Du keinen Sabberkuss verträgst,
bleib draußen, denn - hier lebt ein Boxer!

Wenn Du nicht über verstreutes Spielzeug stolpern willst,
bleib draußen, denn - hier lebt ein Boxer!

Wenn Du denkst, ein Haus sollte immer aufgeräumt sein und nach Parfüm riechen,
bleib draußen, denn - hier lebt ein Boxer!

Wenn Du meinst, Du kannst zu den Hausbewohnern böse sein,
bleib draußen - denn hier lebt ein Boxer!

Wenn Du aber in Ordnung bist und Dich das alles nicht stört,
wenn Du sofort geliebt werden willst,
komm rein, denn - hier lebt ein Boxer!

Von einem Boxer für Boxer geschrieben...



Wenn Du etwas lange genug anstarrst, bekommst Du es früher oder später Geh niemals ohne Adress-Etikett am Halsband aus der Haustür (Du willst doch nicht im Tierheim übernachten !) Sei direkt mit Leuten, die Du nicht magst - lass es sie am besten wissen, indem Du ihnen auf die Schuhe pinkelst Sei Dir genau bewusst, wann Du Deine Zunge lieber hältst und wann Du sie gebrauchst Lass in Deinem Terminkalender immer Zeit für ein Nickerchen Begrüße alle Leute immer freundlich - besonders die, welche keine Hunde mögen (eine kalte Nase im Schoss wirkt da Wunder) Wenn Du etwas falsch gemacht hast, steh dazu (spätestens dann, wenn sie Dich unterm Bett herausziehen) Wenn Du einer Bestrafung trotzdem aus dem Weg gehen willst, leg die Ohren zurück, schau in der Luft herum und erwirke Mitleid - schnuppere an dem zerfetzten Gegenstand, den sie Dir vor die Nase halten, als ob Du ihn zum ersten Mal sehen würdest Wenn Du Nachts nicht schlafen kannst, täusche einen Durchfall-Anfall vor und schau zu, wie schnell Dein Mensch sich anziehen und mit Dir Gassi gehen kann Wenn es nicht nass und voller Sabber war, war es kein echter Kuss !

Woran erkennst du, dass dein Hund ein "echter" Boxer ist?



 

Deine Schenkel sind grün und blau, weil sie permanent von einem fröhlich wedelnden Schwanz gepeitscht werden. Wenn du deine alten Klamotten trägst, um im Garten zu arbeiten, das kümmert deinen Hund nicht. Aber wehe du trägst das feine, kleine Schwarze, dann muss er mit seinem Sabbermaul erst mal prüfen, was das für ein Stöffchen ist... Wenn du denkst, dass die Frühstücksbrötchen auch immer kleiner werden, dann ist dem nicht so. Du musst die Hälfte, die dein Hund verschlungen hat, auch mitrechnen... Wenn dein Besuch nach einer halben Stunde die Gesichtsfarbe ändert und vorschlägt, man könne sich ja auch auf den Balkon setzen, obwohl es -10 Grad kalt ist, dann weißt du, dass es deinem Hund gut geht und er gerade auf seiner Kuscheldecke sein Verdauungschläfchen macht... Dein neues Handy, das du gestern abend versehentlich auf dem Wohnzimmertisch vergessen hast, hat plötzlich Entlüftungslöcher. Das ist keine technische Neuerung, die du übersehen hast. Dein Hund wollte mit seinem Maul die Wasserdichte des Geräts prüfen... Aller Krims-Krams im Haus wird über der 2 Meter-Marke aufgestellt. Du wirfst deinem Hund einen Ball zu und erschrickst zu Tode, wenn er mit dem Kopf am oberen Türrahmen hängenbleibt. Du gibst das Sitzkommando und er rennt rückwärts, bis er einen Stuhl findet. Du benötigst 3 Leute beim Tierarzt, um den Hund auf die Waage zu stellen. Alle Leute, die du beim Spazierengehen triffst kennen deinen Hund mit Namen und du hast keine Ahnung, wer diese Leute sind. Du musst beim Zähneputzen zur Seite treten, weil dein Hund trinken will. Du zeigst ein Bild von deinem Hund und deiner Familie, und die erste Person, auf die du hinweist, ist dein Hund. Du verstaust dein Lieblingsgebäck auf dem obersten Regal in der Küche und wenn du nach Hause kommst, ist alles weg und dein Hund hat Puderzucker um die Nase. Du fährst mit deinem Hund spazieren, und da sein Kopf auf deinem rechten Arm ruht, steuerst du vornehmlich ungeplante Rechtskurven. Jegliche Zulieferungen zu deinem Haus müssen von dir auf der Strasse abgeholt werden. Deine Freunde benehmen sich immer höflich in deinem Haus, denn keiner traut sich, sich mit dir zu verfeinden. Das Geräusch von fließendem Wasser lässt dich aufspringen und laut "RAUS!!!" rufen. Dein Hund kann einen ganzen Klumpen Butter mit einem Haps runterschlucken. Du hast es mit den Wasserschüsseln längst aufgegeben, denn dein Hund bevorzugt die Badewanne. Deine Freunde und Kollegen fragen dich schon längst nicht mehr, wo denn die blauen Flecken an deinem Körper herstammen. Dein Mann platziert einen Gegenstand an einem Ort, "wo der Hund es nicht erreichen kann", und der einzige, der hinlangen kann, ist der Hund. Du musstest deinem Hund beibringen, nicht die Teller abzulecken, während sie im Spülstein stehen. Deine monatlichen Hundeausgaben übersteigen deine Kreditkosten um ein Wesentliches... Du kaufst noch immer einen Kleinbus, obwohl deine Kinder schon längst ihre eigenen Familien haben und schon vor Jahren ausgezogen sind. Du benutzt die Mikrowelle als Versteck für dein Essen. Du hörst nachts dieses schwere Atmen in deinem Ohr und es ist nicht dein Partner. Deine Einkaufsrechnung ist über 100 Euro, obwohl du nur eine Packung Eier für dich selber gekauft hast. Während du an einer roten Ampel stehst, wirst du von anderen Verkehrsteilnehmern komisch angeschaut, weil dein Auto auf- und niederwippt im Gleichtakt mit dem hechelnden Hund, der zum Fenster raushängt. Dein Hund ist imstande, ein ganzes Brötchen (und viel anderes essbares) in seinen Lefzen zu verstecken, und schaut dich mit diesem Unschuldsblick "Na ich fresse doch gar nix" an. All deine Gäste betreten dein Haus und bedecken ihre empfindlichsten Körperteile schützend mit den Händen. Du kannst das Geld für getönte Autoscheiben sparen, da dein Hund sowieso alle Scheiben mit einem Sabberfilm "abtönt". Dein Tierarzt ist plötzlich stolzer Besitzer eines Swimming-Pools, einer Villa, eines Urlaubs-Chalets in der Schweiz und eines Privatflugzeugs. Dein Hund kann genau sehen, was du zum Abendessen kochst und er versucht eifrig, dir bei der Vorbereitung und beim Abschmecken zu helfen. Du versuchst krampfhaft, deinen Hund zwischen den Beinen zu halten, während es an der Tür klingelt, und statt dessen hoppelst du mit gestreckten Beinen zur Tür. Du kaufst einen Fernseher mit Großbildschirm und du kannst noch immer nicht sehen, was im Fernsehen läuft, weil dein Hund ständig davor steht. Dein Hund weckt dich ganz nervös mitten in der Nacht, um dich vor der Gefahr eines Küchenstuhles zu warnen. Eine Woche später wacht er nicht mal auf, wenn Einbrecher all deine Wertsachen klauen. Wenn Dir das alles bekannt vorkommt, dann hast Du einen echten deutschen Boxer...

 

Du bist ein wahrer Boxer-Freund, wenn...



Du mehr Hundebetten, Spielsachen und Leinen besitzt als Hunde Du Dir die Namen der Hunde, mit denen Dein Boxer spielt, besser merken kannst als die deren Besitzer Du nicht zweimal überlegen musst, um Deinen Boxer mal an Deiner Eiscreme lecken zu lassen Deine Eltern aufgehört haben, Dich mit Kinderplanung zu nerven und widerstandslos Deine Boxer als Enkel akzeptieren Du 90 % Deiner Internet-Zugangszeit damit verbringst, Dir Hunde-Seiten anzusehen Du Hundebilder auf Deinem Schreibtisch hast - jedoch keine von Dir selbst oder Deiner Familie Keiner bei Dir im Auto mitfahren will, da sie sonst mit Hundehaaren übersät werden Du in Deinen Taschen nach Kleingeld wühlst, jedoch nur Leckerlis zum Vorschein kommen Du eine endlose Diskussion mit Deinen Freunden führen kannst, wie die Nägel bei Hunden zu schneiden sind, jedoch im Leben noch nie eine Pediküre für Dich hast machen lassen Bücher und Filme für Dich ruiniert sind, wenn die Hunde nicht richtig vorgestellt wurden Der "Höhepunkt" Deines Tages ist, endlich nach Hause zu Deinem Boxer zu kommen Du Dir furchtbare schlechte Filme anschaust, nur weil in irgendeiner Szene vielleicht für 3 Sekunden ein Boxer erscheint... Alle Deine Kleidungsstücke irgendwo noch ein Hundehaar aufweisen, selbst wenn sie aus der Reinigung kommen Deine Freunde und Kollegen Dich begrüssen: "Wie geht`s Deinem Boxer ?" Auf den Weihnachtskarten, die Du verschickst, ein Foto Deines Boxers ist.